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"Ich gestalte das, was ich denke" (PDF 1,3 MB) Zur Ausstellung in der Galerie Kreuzer, Amorbach
Heinz Linduschka Main-Echo, Aschaffenburg, 23.09.2010
Aus vager Idee wird harter Stahl (PDF 0,8 MB) Zur Ausstellung in der Galerie Kreuzer, Amorbach
kü Main-Echo, Aschaffenburg, 20.09.2010
Bronze und Edelstahl werden lebendig (PDF 0,9 MB) Zur Ausstellung in der Galerie p13, Heidelberg
Heide Seele RheinNeckar Zeitung, 20.07.2010
"Leuchtturm" im ländlichen Raum (PDF 1,6 MB) Bronzeplastik in Irsee zum Abschluss der Dorferneuerung
fro Allgäuer Zeitung, Kaufbeuren, 30.07.2008
Wenn Licht zu Kunst aus Metall wird
Schwenkt jemand im Dunkeln schnell seine Taschenlampe, zieht sie einen leuchtenden Schweif hinter sich her. Christian Rudolph gibt solchen Lichtschweifen eine feste Form. Seine Plastiken stehen in der Würzburger BBK-Galerie im Kulturspeicher. Er und der Maler Werner Kiesel präsentierten dort ihre gemeinsame Ausstellung "Licht und Form". Metall sei sein Material, sagt Rudolph, wie Kiesel Absolvent der Nürnberger Akademie der Bildenden Künste, "das feine Zusammensetzen". "Raumspuren" heißt das Thema seiner geschwungenen Werke. (…)
Thorsten Maier Mainpost, Würzburg vom 26. Mai 2007
Auf der Suche nach der Seele (PDF 1,6 MB) Zur Ausstellung im Künstlerhaus Walter Helm, Aschaffenburg
… Rudolphs Werke sind "Kopfgeburten": genau geplant und mathematisch berechnet, im Papiermodell vorgebaut und schließlich in Metall verwirklicht. Die Raumspuren, von denen drei im Helmschen Garten zu sehen sind, winden sich auf unterschiedliche Weise. Während die eine energisch himmelwärts stürmt, ist die neueste Arbeit anrührend und bewegend: Es ist eine Geste nach innen, einer Umarmung gleich, einer Mutter ähnelnd, die sich voller Hingabe über ihr Kind beugt. Und hier liegt die Kunst Rudolphs: Abstrakt sind seine Werke nicht, nein, sie erzählen Geschichten vom Werden, vom Vergehen und vom Wiederauferstehen. Technisch unanfechtbar und ästhetisch vollendet haben sie doch jenen Kern in sich, den man am ehesten mit einer zarten, verwundbaren Seite beschreiben kann. Rudolph, der vor anderthalb Jahren von Aschaffenburg ins Allgäu gezogen ist, versichert sich einer Materialperfektion, bei der jede Kante sauber gearbeitet ist und das Metal einen makellosen Eindruck macht. Es ist, als wolle er mit dieser handwerklichen Präzision eine Basis schaffen für etwas Kostbares, etwas, das für deie Augen unsichtbar ist, nicht aber für das Herz des Betrachters: die Seele des Kunstwerks. (…)
Bettina Kneller Main-Echo, Aschaffenburg vom 6. Juli 2006
Christian Rudolph mit Förderpreis geehrt (PDF 0,8 MB)
Der Bildhauer Christian Rudolph ist am Freitag mit dem Förderpreis für zeitgenössische Kunst geehrt worden. Die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung ist die einzige dieser Art in Stadt und Landkreis Aschaffenburg, wie die Vorsitzende des neuen Kunstvereins, Elisabeth Claus, bei der Verleihung am Freitag im Aschaffenburger Kunstlanding unterstrich. B. Müller-Dannhausen sprach zu Person und Werk des Geehrten. … "Seine Gestaltungskonzepte folgen nicht einer einfachen nachvollziehbaren Form. Vielmehr gibt es Komplexes und Unerklärliches in seinen Arbeiten, das an eine intuitive Vorgehensweise denken lässt. Bei seinen Plastiken unterliegt alles einem organischen, aus sich selbst entstehenden und in sich selbst lebenden Gestaltungsvorgang". (…)
G. van Driesum Aschaffenburger Zeitung, 6.12.2004
Eine Symbiose die immer stärker wird In Amorbachs Galerie Kreuzer ergänzen sich Bilder und Plastiken zweier Künstler
… Auf der anderen Seite stehen die Plastiken von Christian Rudolph, der um Unterschied zu seinem Künstlerkollegen Müller-Dannhausen bei seiner Werkgruppe Raumspuren bewusst auf die Formensprache setzt. Inspiriert durch Fotografien von Lichtquellen im Dunkeln beziehungsweise die durch eine lange Belichtungszeit entstehenden, sich schlangenartig kringelnden Fortsetzungen des Lichts, schuf er Plastiken aus Corten Stahl, Edelstahl und Bronze. In einem aufwändigen Arbeitsprozess – die einzelnen Stahlteile werden mit einem Laser zugeschnitten, dann gewalzt, gebogen, geschweißt und zum Schluss geschliffen – lässt Rudolph aus dem harten Metall weiche und harmonische, sich ineinander verschlingende Formen entstehen. (…) Auch wenn beide Künstler in den klassischen künstlerischen Sparten, Malerei und Plastik, arbeiten, so sind ihre Werkstoffe doch sehr unterschiedlich. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen ergänzen sich die Werke beider in ihrer Exaktheit und ihrer geometrischen Wirkung.
Nina-Anna Beckmann Main-Echo, Aschaffenburg vom 16.März 2004
"Ich möchte so Schreckliches in meinem ganzen Leben nicht wieder erleben." (PDF 1,5 MB) Mahnmal für Opfer und die Zukunft
Als Werk, dass nicht nur an Opfer und Täter der Vergangenheit erinnert, sondern auch vor aktuellen Tendenzen in Gesellschaft und Genforschung warnt, bezeichneten Festredner das Mahnmal "… Damit wir nicht vergessen" im Zentralbereich der Heime Scheuern. Es wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eingeweiht. Briefzitate von Menschen, die zwischen 1941 und 1944 in den Heimen Scheuern auf ihre Deportation in Todesanstalten warteten, stehen im Mittelpunkt des neuen Mahnmals in den Heimen Scheuern. Es erinnert an die 1493 Opfer der NS-"Euthanasie" in Nassau. … Die Zeugnisse persönlichen Leids und Schicksals hat der Aschaffenburger Künstler Christian Rudolph in vier zwei mal drei Meter große, gebogene und rostender Metallplatten umgesetzt. Eine fünfte liegt einer Grabplatte gleich flach auf dem Boden. Dem Willen der Auftraggeber gemäß habe er auch eine Zukunftsperspektiver eingearbeitet: Zwei blanke Edelstahlplatten, die ein noch unbeschriebenes aufgeschlagenes Buch symbolisieren, durch das der Blick auf die Vergangenheit ermöglicht wird. (…)
Bernd-Chr. Matern Rhein-Zeitung, Nassau vom 22. November 2000
Gesellschaftskritik aus Stahl Christian Rudolph fertigt einen Riesenwürfel
Auf den ersten Blick sieht der drei Meter hohe Stahlklotz in der großen Montagehalle wie ein avantgardistisches Wasserbassin aus. Erst der zweite Blick nach links klärt auf: Dort steht auf einer Holzplatte ein Modell, mit dessen Hilfe sich der Koloß wie ein Puzzleteil in das Gesamtwerk einfügen läßt. Seit Anfang März entsteht in der Nilkheimer Metallbaufirma Staab ein überdimensionaler knapp zehn Tonnen schwerer und 27 Kubikmeter großer Würfel aus Stahl. (…) Der Aschaffenburger Künstler versteht sein Œuvre als eine "Art Mahnmal, ein Symbol für die Zwei-Drittel-Gesellschaft." So wie sein Würfel durch den Längsriß unter Spannung steht, sieht Rudolph auch die heutige Gesellschaft in einem fragilen Zustand. Zunehmende Gewaltbereitschaft, Verteilungskämpfe und Arbeitslosigkeit sind für den Künstler sich gegenseitig ergänzende Faktoren, die zum Auseinanderdriften der Gesellschaft führen. Rudolph versteht sein Objekt als Schnittstelle zwischen drinnen und draußen. Sowohl für die Insassen der JVA als auch für die Menschen in Freiheit sei das gesellschaftliche Spannungsverhältnis auch auf die eigene Person reflektierbar. Jeder sei – wie mit dem Würfel symbolisiert – der Gefahr ausgesetzt, daß seine Persönlichkeit auseinanderbricht. (…)
Matthias Schwind Main-Echo, Aschaffenburg vom 16. April 1997
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